Aliase

Mit einem Alias hat man die Möglichkeit, häufig benutzen Befehlen einen kürzeren Namen zu geben, oder Befehle mit Optionen zu erweitern, die man sonst mühselig eintippen muss.

Einen Alias legt man am besten in der .bashrc an, weil sie sonst nur temporär zur Verfügung stehen.


Ein Alias ist folgendermaßen aufgebaut:

alias name="programm -optionen"

Um ein .tar.gz Archiv zu entpacken benutzt man normalerweise

tar -xvzf archivname.tar.gz

Wenn man aber keine Lust hat, ständig die Optionen “-xvzf” anzuhängen, schreibt man sich einfach ein Alias.

Dieser könnte z.B. so aussehen.

alias entpacken="tar -xvzf"

Mit diesem Alias in der .bashrc, muss ich beim nächsten entpacken nurnoch

entpacken archivname.tar.gz

eingeben, um das gleiche Resultat zu erreichen.

Aliase sind auch sehr praktisch um kleinere Aufgaben zu automatisieren.

Einige Beispiele:

  • Sichern des Homeverzeichnisses nach “/tmp “
alias backup="tar -cvjpf /tmp/backup.tar.gz /home/user"
  • Emerge-Sync + Anzeigen aller neuen installierbaren Pakete (nur Gentoo)

alias updatesys="emerge --sync && emerge -uvp world" 
  • Sich die letzten 20 Zeilen der /var/log/messages anzeigen lassen
    alias zmt="tail -n 20 /var/log/messages"
  • Eine ausfühlichere Ausgabe des Befehls "mv"
    alias mv="mv -v"
  • Eine ausfühlichere Ausgabe des Befehls "cp"
    alias mv="cp -v"
  • Eine ausfühlichere Ausgabe des Befehls "rm"
    alias mv="rm -v"
  • Farbige Ausgabe von "ls"
    alias ls="ls --color=auto"